Übersicht über den Rettungsdienst Drucken E-Mail

Die Integrierte Leitstelle Traunstein (ILS) ist mit speziell geschulten und praxiserfahrenen Rettungsassistenten-/innen und Rettungssanitätern-/innen rund um die Uhr im Zweischichtsystem besetzt.
Die Anzahl der Mitarbeiter, die gleichzeitig Dienst versehen, ist am zu bewältigenden Einsatzaufkommen orientiert. Ebenfalls kann auf einen Bereitschaftsdienst zurückgegriffen werden. Für Unwetterlagen / Großschadensereignisse wird derzeit die sogenannte UG-ILS (Unterstützungsgruppe) ausgebildet.

So verrichten in den Nachtstunden 3 und am Tag bis zu 6 Kollegen in der Leitstelle ihren Dienst. Insgesamt sind 25 hauptamtlich beschäftigte Mitarbeiter im Dienstbetrieb eingesetzt. Diese können für eine Gebietsfläche von 3.750 km² bei einer Einwohnerzahl von rund 493.000 Personen auf 12 Notarztstandorte und 18 Rettungswachen zurückgreifen.

Hauptamtliche Rettungsassistenten und Rettungssanitäter, Zivildienstleistende sowie zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiter besetzen im Schichtdienst Fahrzeuge der regulären Vorhaltung für den Rettungsdienst und Krankentransport - so ist der Rettungsdienst an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr einsatzbereit ...
 
Notärzte führen die erste ärztliche Hilfe am Notfallort durch. Dazu gehören die Wiederherstellung und Sicherung der Vitalfunktionen, die Überwachung der Rettung, die Vorbereitung und ärztliche Überwachung des Transportes. Der Notarztdienst in Bayern wird durch die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) und die Rettungszweckverbände gewährleistet. Ärzte, die am Notarztdienst teilnehmen wollen, müssen gegenüber der KVB einen besonderen Befähigungsnachweis erbringen. Als Befähigungsnachweis wird üblicherweise der Fachkundenachweis Rettungsdienst verlangt.

Hier kurz ein Überblick über den Bereich, den die Leitstelle Traunstein versorgt (wo sich die einzelnen Standorte befinden, erfahren Sie über unsere eigens erstellte GOOGLE-MAP´s Seite (Stand Januar 2010), einfach auf ILS LOGO oben rechts klicken ...):

Die beiden Rettungsdienstorganisationen BRK und MHD besetzen 22 Krankentransportwagen (BRK 21 und MHD 1) und 28 Rettungswagen (alle BRK). Die Bergwacht Bayern hält 21 Bergrettungswachen vor, die Wasserrettungsstationen (13) werden wie die 14 Wasser-Rettungs-SEG´s von der Wasserwacht Bayern und der DLRG besetzt. Des weiteren kann auf 4 Helfer vor Ort-Gruppen und 3 Hintergrund-Dienste zurückgegriffen werden. Bei größeren Einsätzen können  12 SEG´s alarmiert werden. die ebenso wie die Einsatzleiter Rettungsdienst und Sanitäts-Einsatzleitungen über rund um die Uhr ihren ehrenamtlichen Dienst versehen.

Ebenso werden über Alarm-Empfänger 4 Kriseninterventions-Teams bei Anforderung über die ILS alarmiert. Bei Suchaktionen können auch die Rettungshundestaffeln angefordert werden.

bildrettungsdienst

Für das Gebiet der ILS Traunstein ist primär der am Klinikum Traunstein stationierte Rettungshubschrauber "Christoph 14" zuständig. Die Station wird vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) betrieben; den hochmodernen Hubschrauber vom Typ EC135T2i stellt das Bundesinnenministerium über das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zur Verfügung. Beamte der Bundespolizei-Fliegerstaffel Süd kommen als Piloten zum Einsatz. Die Notärzte werden vom Klinikum Traunstein gestellt. Es handelt sich um Fachärzte, die über Erfahrung in der Intensivmedizin und im Rettungsdienst verfügen. Der Rettungsassistent ist Angestellter des BRK. Eine fundierte Ausbildung und mehrere Jahre Berufserfahrung sind Voraussetzung für den Einsatz im Luftrettungsdienst. In besonderen Lehrgängen werden die Rettungsassistenten für den Luftrettungsdienst geschult, denn neben den medizinischen Aufgaben unterstützen sie den Piloten im Anflug zum Einsatz beim Navigieren und bei der Luftraumbeobachtung. Ferner halten Sie den Funkkontakt zur Rettungsleitstelle, die den Einsatz koordiniert.

ch14

Rettungshubschrauber (RTH) werden eingesetzt, um mutmaßlich lebensgefährlich verletzten oder erkrankten Menschen zu helfen (Primäreinsatz). Die medizinischen Indikationen für den Einsatz eines RTH entsprechen denen eines Notarzteinsatzes. Aufgrund ihrer Möglichkeiten werden RTH aber auch in speziellen Notfallsituationen eingesetzt, dazu gehören unter anderem Einsätze im Gebirge und im unwegsamen Gelände oder der schnelle und schonende Transport über weite Strecken.

Wesentliche Vorteile des Rettungshubschraubers sind, dass der Notarzt auch über weitere Entfernungen schnell zum Patienten gebracht werden kann, und die schnelle und schonende Beförderung des Patienten in ein optimal geeignetes Krankenhaus, selbst wenn dieses in einiger Entfernung zum Notfallort liegt (Primäreinsatz). Dadurch wird der RTH gerade auf dem Land unverzichtbar. Schonende Verlegungen von intensivpflichtigen Patienten von einem Krankenhaus in eine Spezialklinik gehören ebenfalls zum Aufgabenspektrum (Sekundärtransport).

 
 

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